Weltreisen vor Ort 2011

Den Auftakt zur Weltreise – vor Ort am LGL -, bildete im August 2011 die kulinarische Stippvisite in die Türkei.

„Alles Döner oder was?“ lautete die Frage der Mitglieder der AG „Kulturen der Welt“. In der Tat ist der Döner Kebab mit Grillfleisch vom Drehspieß der bekannteste und beliebteste Kebab der türkischen Küche. Zudem gibt es aber eine Vielzahl weiterer Kebabs wie den Iskender Kebab. Er wird aus dünn geschnittenem Lammfleisch hergestellt und mit Tomatensoße, klein geschnittenem Fladenbrot, geschmolzener Butter sowie Joghurt zubereitet. Überhaupt ist Joghurt in allen möglichen Varianten ein charakteristisches Merkmal der türkischen Küche. Der Einsatz von Joghurt stammt noch aus der nomadischen Kochtradition der Turkvölker, die sich in der türkischen Küche mit islamisch-arabischen sowie mit indischen und persischen Einflüssen vermischt hat.

Noch am Bosporus, an der Nahtstelle zwischen Asien und Europa verweilend, kam der Ruf: “ Let’s go to the USA!“

Auf dem Weg nach Amerika bereitete sich die AG auf die Besonderheiten der US-Sportszene vor. Baseballschläger und Football-Helm z. B. gehören zur sportlichen Grundausstattung von vielen Jugendlichen in den USA. Bei uns in Deutschland weiß dagegen kaum jemand, was ein „Home-run“ ist und worin sich der American Football von unserem Fußball unterscheidet. Die Video-Einspielungen waren so spannend und gut erklärend, dass sich alle Mitglieder fit für das nächste Baseball- und American Football – match fühlten.

Mit dem Finger über den Atlantik nach England fahrend, widmeten wir uns dem „Siegeszug der britischen Popmusik – von den Beatles bis Amy Winehouse – „.

Bei dem Schnelldurchlauf durch 5 Jahrzehnte britischer Popmusik wurde deutlich, dass die britische Pop“kultur“ überwiegend im London und Liverpool der 60er Jahre entstanden war. Wir hörten Songs der Beatles (Beatmusic) und von deren Gegenspielern, den Rolling Stones, um danach den sogenannten Konzept-Alben – mit zum Teil bombastischen Sound – der Deep Purple in den 70er Jahren zu lauschen. Die Sex Pistols verkörpern mit ihren Songs „Anarchy in the UK“ und „God save the Queen“ das NO FUTURE- Lebensgefühl eines Teils der damaligen Jugend in ihrer Punk-Musik. Mit den Bands Kraftwerk und Depeche Mode werden elektronische Instrumente ‚in‘. Der Synthie-Pop ist geboren. Mit Songs wie z. B. „Wonderwall“ knüpft die Gitarrenband Oasis mit eingängigen Melodien an den Stil der frühen Beatles an. Solche Songs gehören zum Repertoire von Straßenmusikern und der meisten Gitarren-anfängern. Zu guter Letzt die Nuller Jahre. Der große britische Popstar dieses Jahrzehnts, Amy Winehouse, knüpft ebenfalls an Sounds der 60er Jahre an und bringt Jazz- und Blueselemente in ihre Songs mit ein. Die Texte sind oft düster. Ihr größter Erfolg ist „Back to Black.“ Gibt es einen Widerpart zu ihr, einen positiven Star? Unser AG-Mitglied Ivana hatte sich für die Amerikanerin Katy Perry, insbesondere für deren Lied“Firework“ entschieden.

Zum Tischtennis-Spielen machten wir uns nach Asien auf: „Vom Penholder-Griff zum Matchball – Weltmacht China an der Tischtennisplatte“.

Penholder ist eine Art der Schlägerhaltung. Sie ist das vor allem in Asien verbreitete Pendant zu Shakehand. Man spricht sogar vom Duell zweier Grifftechniken, nämlich vom sogenannten „Handschüttler“, dem europäischen Shakehandspieler, gegen den „Stifthalter“, dem asiatischen Penholder.

Es geht darum, wie die Finger um den Tischtennisschläger gelegt werden. Bei der europäischen Grifftechnik um-schließen nicht alle fünf Finger den Schlägergriff, sondern nur der Mittel- und Ringfinger sowie der kleine Finger. Der Daumen liegt auf der Vorhand-, der Zeigefinger auf der Rückhandseite des Schlägerblattes. Beim chinesischen Penholder-Griff umgreift der Sportler den Schläger so, dass Daumen und Zeigefinger auf der Vorhandseite liegen – mit einem zirka zwei Finger breiten Abstand. Die übrigen ruhen gebeugt auf der Rückseite des Schlägerblattes. Diese unterschiedlichen Haltungen haben enorme Auswirkungen auf die Grundveranlagung des Spiels. Die asia-tische Haltung führt zu einer besseren Beweglichkeit des Handgelenks beim Aufschlag und zu mehr Druck beim Angriffsball mit der Vorhand. Andererseits ist die Reichweite auf der Rückhandseite geringer und sind die Rück-handschläge generell schwieriger. Die ersten Weltmeister mit Penholderstil waren die Ungarn Roland Jacobi (1926) und Zoltán Mech-lovits (1927 und 1928). Der Spieler Lothar Rönsch führte in den 1960er Jahren in der DDR die Penholder-Schlägerhaltung ein.

Im November, zurück auf dem Weg nach Europa mit dem Ziel Frankreich, sahen wir während des Fluges insbesondere Filmausschnitte zu zwei berühmten „Helden des französischen Kinos – (Traumpaar) Asterix und Romy Schneider – „.

Sie war zu ihrer Zeit die bestbezahlte Schauspielerin des französischen Films, die Deutsche Romy Schneider. Er ist nach wie vor die erfolgreichste Figur des französischen Kinos, der Tausendsassa Asterix. Sie wären sicher ein kassenfüllendes Traumpaar gewesen, doch sie mussten ein Traum-Paar bleiben. Denn der erste Asterix-Film mit Schauspielern wurde erst 17 Jahre nach Romys Tod gedreht. Die weibliche Hauptdarstellerin dieses Films brachte es mit ihrem Konterfei als Büste der Nationalfigur Marianne sogar in die Rathäuser Frankreichs. Wie hieß diese Schöne?