Aktionen / Projekte

Kooperation zum Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg

Im Schuljahr 2012/2013 begann die Kooperation zwischen dem Lessing-Gymnasium Lampertheim und der größten biochemischen Forschungseinrichtung in Deutschland, dem Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg (DKFZ). In diesem Rahmen fuhren im Januar 2013 die Schülerinnen und Schüler des Orientierungskurses in Biologie gemeinsam mit ihrer Lehrerin Frau Preis sowie Herrn Lindner nach Heidelberg in das dem DKFZ angegliederte Life-Science Lab. Dort wurde ein ganzer  Labortag zum Thema Cytologie (Zellkunde) absolviert.  Bei dieser Kooperation handelt es sich um eine exklusive Schulpartnerschaft, die es ermöglicht, die Praktikumsinhalte mit dem Team des DKFZs (Dr. Rüdiger Arnold, Dr. Katrin Platzer und Frau Anja Reimann) genau auf die Unterrichtsinhalte und die Bedürfnisse der Schüler des LGLs abzustimmen. Am ersten Labortag wurden vor allem der Umgang mit Laborgeräten und das Arbeiten im Labor geschult. Thematisch wurden Experimente zum Thema Apoptose (programmierter Zelltod) und Nekrose durchgeführt. Tausende von Zellen sterben täglich den „programmierten Zelltod“.  Forscher am DKFZ versuchen, diesen Prozess speziell nur bei Krebszellen einzuleiten. Neben laborpraktischen Teilen gab es ebenso Theorieteile sowie eine Livevorführung über das Arbeiten an einem Transmissionselektronenmikroskop (TEM). Diese begeisterte die Schüler ebenso wie die begleitenden Lehrer, da man elektronenmikroskopische Bilder im Unterricht nur theoretisch behandeln kann. Ein Elektronenmikroskop ist in der Lage ca. 2 000 000-fach zu vergrößern. Schulmikroskope vergrößern höchstens 600-fach.

Um Wissenschaft auch an die Schule zu bringen und eine größere Anzahl an SchülerInnen daran teilhaben zu lassen, wurde im Frühsommer in der Mensa des LGLs ein Vortrag zum Thema „Übergewicht und Krebs- gibt es einen Zusammenhang?“ angeboten. Ein Doktorand erklärte den Schülern die molekularbiologischen Zusammenhänge, die zu Übergewicht führen können, und gab ihnen einen Einblick in die laufende Forschung.

Im Sommer 2013 fanden zwei aufeinanderfolgende Labortage zum Thema „Proteinbiochemie und Immunbiologie“ am DKFZ statt.  Das Immunsystem des Menschen dient der Abwehr von Eindringlingen. Antikörper passen zu bestimmten Regionen des Erregers,  wie  ein Puzzleteil zum anderen.  Dies macht man sich bei immunbiologischen Nachweisverfahren zu Nutze, die von den Schülern im Labor selbst durchgeführt werden durften (ELISA, Western Blot). Nicht nur die Antikörper sind für die Forschung wichtig, sondern auch die Erreger. Viren können Krebs auslösen. Einer der ersten, der diesen Zusammenhang belegte, war Prof. Harald zur Hausen, der am DKFZ arbeitete. Für seine Forschung, einen Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs zu entwickeln, erhielt zur Hausen 2008 den Nobelpreis für Medizin. In solchen Momenten wird Wissenschaft für die Schüler greifbar und erfahrbar.

Eine Fortsetzung der Laborarbeit ist für den kommenden Januar erneut angedacht. Thematisch wird das Fachgebiet der Genetik im Zusammenhang mit Krebs im Fokus stehen.

Neben den exklusiven Kurstagen am Life-Science Lab bietet dieses naturwissenschaftlich interessierten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, in Bereichen wie Mathematik, Biologie, Chemie, Physik und Medizin, aber auch Pharmakologie, Psychologie, Psychotherapie, Ernährungswissenschaften sowie Philosophie mitzuarbeiten.

Für weitere Informationen kannst du dich auf der Homepage weiter informieren https://www.life-science-lab.org/cms/ oder Frau Preis und Herrn Lindner ansprechen.

Wir, sowie das Team des Life-Science Labs,  würden uns freuen, von dir zu hören.

Aktionswoche Grüne Meile

Schon bereits zum dritten Mal nehmen die 5. und 6. Klassen des Lessing–Gymnasiums gemeinsam mit den Grundschulen und Kindergärten an der Aktion „Grüne Meile“ teil. Die Aktion hat zum Ziel, auf die Klimaproblematik hinzuweisen und die Schüler dazu anzuregen, nachhaltig mit der Umwelt umzugehen. Denn jeder kann zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt beitragen!

Während der Aktionswoche erklären sich die Schüler bereit, ihren Schulweg auf eine möglichst umweltfreundliche Art zurückzulegen. So fahren die Schüler verstärkt mit Bus, Bahn und Fahrrad oder legen den Schulweg zu Fuß zurück. Für jede umweltfreundlich zurückgelegte Strecke sammeln die Schüler Bonuspunkt, die „Grüne Meile Punkte“. Die von den Klassen zurückgelegten Strecken in Kilometern werden am Ende der Woche addiert und in Meilen umgerechnet.

In Schuljahr 2011/12 wurden 9030 Meilen an den Bürgermeister der Stadt Lampertheim übergeben. Zusammen mit den gesammelten Meilen der Grundschulen und Kindergärten und einigen Privatpersonen hat die Stadt Lampertheim über 23.000 Meilen gesammelt!

Diese Meilen werden nun mit weiteren gesammelten Meilen durch das Klima-Bündnis an die Teilnehmer der nächsten UN-Klimakonferenz in Durban (Südafrika), als Beitrag der Kinder Europas, übergeben.

Umweltschutzaktionen

In Zusammenarbeit mit der Stadt Lampertheim, der Agenda 21-Gruppe und dem Naturschutzbund  NaBu finden regelmäßig Umweltaktionen statt.

Über fünf Jahre lang haben Schülerinnen und Schüler des Lessing-Gymnasiums eine Feldholzinsel im Naturschutzgebiet Biedensand angelegt und betreut. Als Rückzugsraum für bedrohte Tier- und Pflanzenarten wurde dieses Areal gut angenommen. Zahlreiche weitere Gehölzpflanzaktionen ergänzen diese Aktivitäten. So sind insbesondere an der alten Bahnlinie jährliche Nachpflanzungen von Pfaffenhütchen, Hasel und anderen Sträuchern erforderlich.

In diesem Jahr kam die Mitarbeit im Blühstreifenprogramm hinzu, bei dem auf ausgewiesenen Flächen krautige Pflanzen gesät wurden, um bedrohten Arten, z. B. Wildbienen, eine ergänzende Nahrungsgrundlage zu bieten.

Aber auch die Tiere kommen nicht zu kurz. Im Amphibienschutzprogramm werden Schutzzäune an Straßen kontrolliert und die Tiere, die in den bereitgestellten Eimern gefangen sind, über die Straße getragen und ausgesetzt. Der Bau von Nistkästen für Singvögel, Fledermäuse und Insekten schafft gezielt Nist- und Überwinterungsmöglichkeiten für bedrohte Arten.

Regelmäßige Müllsammelaktionen helfen, das Naturschutzgebiet und die Landschaft um den Biedensand herum sauber zu halten und die Abfälle sachgerecht zu entsorgen. Häufig werden giftige Gegenstände, z. B. Autobatterien, gefunden und entfernt. Müll und leere Flaschen werden so nicht mehr zur tödlichen Falle für die Tiere in diesem Lebensraum.