Trialog der Kulturen

Nach dem Motto „Trialog vor Ort – Schulen werden aktiv“ lädt Dr. Bernadette Schwarz-Boenneke, Leiterin des „Trialogs der Kulturen“ bei der Herbert-Quandt-Stiftung, dazu ein, „…diesmal besonders die kulturelle und religiöse Vielfalt in ihrem direkten Umfeld zu erkunden. Bei Begegnungen mit unterschiedlichen Kulturen im Stadtteil, in den Familien und nicht zuletzt in der Schule selbst stellen die Jugendlichen viele Fragen: Wer bin ich? Wer bist du? Was verbindet uns? Wie können wir mit Unterschieden konstruktiv umgehen? So setzen sie das eigene Selbstverständnis in Relation zu anderen und entwickeln wichtige Kompetenzen für das Miteinander in einer pluralen Gesellschaft.“

Die Schülerinnen und Schüler des Lampertheimer Lessing-Gymnasiums haben hierfür einen bunten Strauß an trialogischen Projekten zusammengestellt: Beim „Culture Surfing“ besuchen christliche Schüler die Familien von muslimischen Mitschülern und umgekehrt. Hier können sie Fragen zu kulturellen und religiösen Lebensweisen stellen und sich austauschen. Ein „Erzähl-Café“ lädt die Bewohner Lampertheims ein, Christentum, Judentum und Islam besser kennenzulernen. Die Gäste werden dabei vom Kurs „Interreligiöses Kochen“ verköstigt. Spielerisch, kalligrafisch und künstlerisch nähern sich verschiedene Klassenstufen auch den Heiligen Schriften. Ein neu eingerichteter Raum der Stille bietet den Gymnasiasten zudem die Möglichkeit, an den Ritualen der verschiedenen Religionen teilzuhaben. Mit einem „Fest der Kulturen“ endet schließlich das Schuljahr. Hier feiern die Schulgemeinde und die Lampertheimer mit darstellendem Spiel, Musik und einem virtuellen Rundgang durch Synagoge, Moschee und Kirche den Abschluss des Trialog-Jahres.