China – Forschen und Reisen verbinden

Am 09.10.2013 startete die „Master MINT Forschungsexpedition“ nach China und genauso viel, wie Sie sich jetzt unter dem Aspekt vorstellen können, ging es mir, als ich diese unvergessliche Reise antrat. Wenn ich heute auf diese Zeit zurückblicke. bleiben mir nur wundervolle Erinnerungen an ein unglaublich interessantes Land und an die Menschen, die ich kennen gelernt habe.

Über diese Forschungsexpedition erfuhr ich dank der Begabtenförderung unserer Schule. Jedoch wusste ich nicht, was mich erwarten würde und wohin die Reise in China ging. Ich informierte mich im Internet und war begeistert von der Art der Reise – einer Forschungsexpedition. Nach der erhofften Bestätigung meiner Bewerbung hieß es für mich zuerst einmal Impfungen abzuholen und einen Erste-Hilfe-Kurs zu belegen.

Als es endlich so weit war, sich einen Tag vor dem Abflug in Heidelberg zu treffen, stieg meine Nervosität immer weiter an. Was erwartet mich? Mit wem werde ich die nächsten zwei Wochen verbringen? Diese Fragen wurden schnell beantwortet, als die 18 Teilnehmer aus ganz Deutschland in das „Institut für Jugendmanagement“ (IJM) fuhren. Nachdem wir und die Betreuer uns kurz kennen gelernt haben, machten wir uns daran. die Ziele der Expedition festzulegen. Dies schloss die Themengebiete „Mensch, Kultur und Sprache“, „Klima und Fauna“, „Wirtschaft und Industrie“, „Flora“ und „Infrastruktur und Verkehr“ ein. Dazu setzten wir uns in Gruppen zusammen und gingen nach dem ersten Vorstellen unserer Erwartungen um 3 Uhr morgens schlafen.

Am nächsten Morgen standen wir am Frankfurter Flughafen, um mit dem Airbus A380, dem größten Passagierflugzeug der Welt, nach Peking zu fliegen. In Peking angekommen hieß es zusammen ein fremdes Land mithilfe einer neuen Arbeitsmethode zu erkunden. Für die nächsten zwei Wochen befanden wir uns in einem Land, in dem man weder die Sprache sprach, noch mit der Schrift etwas anzufangen wusste, deshalb war es umso wichtiger, in der Gruppe zu bleiben und nicht in der Menge von Menschen, die uns tagtäglich begegnen werden, verloren zu gehen.

Die gesammelten Informationen wurden den anderen Gruppen jeden Abend präsentiert und danach schriftlich für unsere Gesamtdokumentation festgehalten und ausgearbeitet. Dadurch, dass die Präsentationen erst um 22 Uhr oder sogar später begannen und wir danach noch weiter arbeiteten, wurde viel Schlaf zur Seltenheit. Jedoch gewöhnt man sich schnell an den Ablauf und an durchschnittlich vier Stunden Schlaf pro Nacht. Schließlich motivierte einen die Tatsache, dass man in China war und einer neuen Kultur begegnete. Der Unterschied zu unserer Kultur wurde schnell deutlich, da man zum Beispiel zu jeder Mahlzeit immer Reis essen konnte. Die meisten Beilagen waren für uns unbekannt, jedoch galt hier das Motto „probieren geht über studieren“ und siehe da, es hat eigentlich alles geschmeckt, was mich persönlich auch überrascht hat.

In Peking besuchten wir die Verbotene Stadt, den Konfuziustempel und den Platz des himmlischen Friedens. Dabei fiel uns auf, dass es sehr viele Sicherheitskameras gab und die Chinesen nicht zurückschreckten, Touristen in jeder Situation zu fotografieren – vor allem die blondhaarigen. Das Highlight war die chinesische Mauer, die wirklich eine atemberaubende Sehenswürdigkeit darstellt.

Da unsere vier Tage in Peking schon vorbei waren, fuhren wir mit dem Hochgeschwindigkeitszug nach Luoyang. Diese kleinere Stadt mit „nur“ 6 Millionen Einwohnern war unser nächster Stopp. In dieser Zeit besuchten wir die Longmen Grotten, welche Buddhafiguren, Gedenksteine und Pagoden enthalten.

Unsere letzte Station erreichten wir mit dem Schlafzug. Es war ein einmaliges Erlebnis und man kann sich kaum vorstellen, eine Nacht lang zu viert auf ca. drei Quadratmetern zu verbringen, doch es hat prima funktioniert. Die Endstation des Zugs war Shanghai. Die wohl am westlichsten geprägte Metropole stellte nochmals einen Unterschied zu Peking und den anderen Städten dar. Egal wo man hinsah, blickte man auf Wolkenkratzer, die unterschiedlichsten Geschäfte und viele Menschen. Leider ging auch diese restliche Zeit schnell vorbei.

In den letzten Tagen arbeiteten wir an unserer Gesamtdokumentation, die alle zusammengefassten Ergebnisse enthielt. Zusätzlich wurde an unserer Reportage gearbeitet. Die Reportage wurde nach eigener Regie gedreht und zeigt die Highlights unserer Reise. Sie können die veröffentlichte Reportage unter folgendem Link erreichen: http://www.youtube.com/watch

Als der Rückflug bevorstand, wäre ich noch gerne länger geblieben und hätte gerne noch mehr von China gesehen. Während der ganzen Reise gab es viele einmalige Augenblicke, die ich mit den Teilnehmern erleben durfte. Am Ende wurden aber aus Teilnehmern Freunde und so viel der Abschied umso schwerer.

Während der Reise konnte ich neben den Erlebnissen meine Fähigkeiten im Präsentieren, wissenschaftlichen Arbeiten, Zeitmanagement und Teamfähigkeit verbessern.

Letztendlich möchte ich den Personen, die mir diese Reise ermöglicht haben, und der Begabtenförderung, durch die ich auf die Reise aufmerksam wurde, herzlich danken.

Alicia Rosenberger – Q1