Biologie

Biologie – „die Lehre vom Leben“ ist ein bei den meisten Schülern recht beliebtes Schulfach. Woran könnte dies liegen? Vielleicht daran, dass hier den Fragen nachgespürt wird, die uns unmittelbar betreffen und beschäftigen.

Biologie wird in der 5., 6., 7. und 9. Klasse jeweils zweistündig unterrichtet. In der Einführungsphase werden derzeit drei, im Orientierungskurs sogar vier Wochenstunden unterrichtet. In der darauffolgenden Qualifikationsphase der Oberstufe kann Biologie als dreistündiges Grundkursfach oder als fünfstündiger Leistungskurs gewählt werden.

Bereits ab der 5. Klasse werden die Schüler im Biologieunterricht mit den „Spielregeln der Naturwissenschaft“ bekannt gemacht: – Beobachten und vergleichen – Messen und protokollieren – Fragen und experimentieren. In den weiteren Schuljahren werden die Sachverhalte komplizierter, einige Themen kehren wieder und können – dem Entwicklungsstand der Schüler entsprechend, vertieft und erweitert werden – z. B. hormonelle Steuerung oder Vererbungslehre. Immer neue Erkenntnisse – vor allem aus der molekularen Genetik und der Physiologie – halten Einzug in die Lehrpläne und bilden somit die Grundlage eines modernen naturwissenschaftlich orientierten Unterrichts.

In einem „Spiralcurriculum“ hat der Schüler immer wieder Gelegenheit, sein naturwissenschaftliches Weltbild zu prüfen, zu ergänzen und gegebenenfalls zu erneuern. Das Erkennen der den naturwissenschaftlichen Phänomenen zugrunde liegenden Ideen und Kausalbeziehungen führt zu Erklärungsmodellen, die so lange Gültigkeit besitzen, bis sie eventuell durch ein besseres, widerspruchsfreieres Modell abgelöst werden. Somit wird deutlich, dass auch die Biologie keine endgültigen Wahrheiten bieten kann, sondern nur hilft, ein Bild einer momentanen Welt und „Wirklichkeit“ zu entwickeln. Der Biologieunterricht vermittelt natürlich auch Kenntnisse und Wissen, versucht aber auch Zweifel wach zu halten, Neugier zu wecken und will somit einen Prozess der ständigen Suche nach neuen, „objektiven“ Erkenntnissen am Leben halten. Diese Ziele werden sicherlich nur z. T. erreicht und der Erfolg hängt – wie fast immer – vom Engagement aller beteiligten Personen ab.

Die Fachschaft Biologie des Lessing-Gymnasiums stellt nun die materielle Ausstattung des Fachs und die am Lernprozess beteiligten Lehrerinnen und Lehrer vor: Der Biologieunterricht findet in den 5. und 6. Klassen meist in den Klassenräumen statt, daher müssen die benötigten Materialien (Skelett, Torso, Reagenzgläser, Blutdruckmessgeräte u. ä.) dorthin transportiert werden. Ab der 7. Klasse können i. d. R. die beiden Fachräume genutzt werden. Ein dritter Fachraum wird derzeit umgebaut. In den Fachräumen stehen Mikroskope, Material für Experimente, Literatur, Smartboards, Internetanschluss, Video- und DVD-Player, Wandkarten etc. zur Verfügung.

Ergänzend zum Unterricht bieten wir nicht zuletzt aufgrund des MINT-Schwerpunktes unserer Schule verschiedene Arbeitsgemeinschaften für interessierte Schülerinnen und Schüler an, so zum Beispiel die Nawi-Frühförderung ab Klasse Vier, die für besonders begabte oder interessierte Schülerinnen und Schüler angeboten wird. Darüber hinaus können alle Interessierten an verschiedenen Arbeitsgemeinschaften, wie zum Beispiel einer Biologie-AG mit verschiedenen Schwerpunkten oder einer Gentechnik-AG, teilnehmen. Im Wahlunterricht der Jahrgangsstufen 8/9 werden im MINT-Kurs neben Elektronik, Robotik auch Bionik und Nanotechnik unterrichtet. Biologie in englischer Sprache kann sowohl in der Sekundarstufe I (WU) als auch in der Sekundarstufe II (Oberstufenkurs Bilingual Biology) belegt werden.