Birmingham 2010

Im Schuljahr 2009/10 fand ein weiteres Mal der Schüleraustausch des Lessing-Gymnasiums mit der Partnerschule in Birmingham statt. Sieben Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 nahmen an dem einwöchigen Austauschprojekt, das mit einem Praktikum in der englischen Partnerstadt verbunden war, unter der Leitung von Hr. Brust auf deutscher und Frau Amann auf englischer Seite, teil. Zuvor hatten wir schon die Möglichkeit, unsere Austauschpartner über das Internet kennen zu lernen, und die Vorfreude war natürlich sehr groß. In der Woche, in der wir dann in Birmingham waren, und unsere Gastfamilien und Austauschpartner kennen lernen durften, stellte sich schnell heraus, dass die Vorfreude berechtigt war. (Clarissa Wittler)

Gastfamilien

Die Gastfamilien waren sehr nett und offen, unternahmen viel und bemühten sich sehr, den Deutschen England und Birmingham näher zu bringen. (Clarissa Wittler)

Unsere Gastfamilien waren alle sehr zuvorkommend und hilfsbereit. Sie konnten uns immer Tipps geben, wie wir uns hier am besten zurechtfinden. Das ist auch notwendig, denn in der zweitgrößten Stadt Englands kann man schnell mal die Orientierung verlieren. (Eric Kruzycki)

Mein Leben bei der Gastfamilie war sehr abenteuerlich und neu für mich. Gelebt habe ich nämlich bei einer indischstämmigen dreiköpfigen Familie, die aus Mutter, Vater und dem Sohn bestand. Abenteuerlich war mein Leben deswegen, da ich nicht nur mit einer neuen Kultur konfrontiert war, da der Lebensstil meiner englischen Gastfamilie doch sehr asiatisch angehaucht war, was sich zum Beispiel dadurch bemerkbar machte, dass nicht nur Englisch, sondern auch Tamil gesprochen wurde. Das übrigens ist eine von vielen indischen Sprachen, die man in einer Region in Indien spricht, die Tamil heißt. Die Sprache ist nebenbei bemerkt die schnellste Sprache der Welt. Das sage ich nicht einfach so, sondern mir wurde es von meinem Austauschpartner gesagt, der muss es ja wissen. Also war ich zusätzlich einem indischen Kauderwelsch ausgesetzt, was mich doch zusehends verwirrte, da der schnelle indische Akzent sich auch in der englischen Sprache niederschlug, was die Kommunikation doch um einiges erschwerte. Jedoch hat man sich sehr liebevoll um mich gekümmert, ich fühlte mich dann doch sehr wohl dort. (Tom Russ)

Die Gastfamilien waren mehr als freundlich. Meine Gastfamilie unternahm viel mit mir, zeigte mir die Stadt, und war eigentlich für längere Unterhaltungen oder einfach mal abends zusammen fernsehen, gerne zu haben. Mit Erics Gastfamilie besichtigte ich sogar den Tempel in Birmingham, da seine Gastfamilie Hindus sind. Ich habe auf jeden Fall eine Freundschaft geschlossen, die meiner Meinung nach lange bestehen wird. (Tobias Wayand)

Arbeitsplatz

Über die Woche hinweg durfte ich jeden Tag einen anderen Ingenieur mit jeweils unterschiedlichen Spezialgebieten begleiten und sogar Teile für eine Pumpe selbst zusammenschrauben. (Florian Friedrich)

Ich hatte sogar mein eigenes Projekt: Ich durfte ein Appartement in einem Gebäude namens The Cube einrichten, das wie ein riesiger Würfel gebaut war. Ich bekam eine Zeichnung von diesem Appartement und habe es dann mit Möbeln ausgestattet. Am Ende habe ich dann ein Poster mit Bildern des Appartements, der Möbel und der Dekoration gemacht und durfte es sogar mit nach Hause nehmen. (Ira Neuhaus)

Ich habe in einem kleinen Architekturbüro fünf sehr geschäftige Arbeitstage erlebt, bei denen ich viel Sinnvolles zu tun bekam und auch sehr viel Spaß dabei hatte. (Tom Russ)

Land, Leute, Freizeit & Fußball WM

Nach der Arbeit standen z. B. Aktivitäten wie ein Besuch im Warwick Castle, ein Konzertbesuch in der Symphony Hall, Kinobesuche, Rounders-matches, Sportsday oder Speechday in der Partnerschule (King Edward’s School) oder Familienabende auf dem Programm. (Clarissa Wittler)

Engländer sehen viel fern und Engländer hassen Fabio Capello. (Tom Russ)

Das WM-Achtelfinale gegen England war für mich eines der schönsten Spiele der WM. Mich hat es gewundert, wie gefasst unsere Austauschpartner und ihre Familien waren, als es hieß „Good-Bye England“. (Jessica Köhler)

Es war lustig anzuhören, wie sich die englischen Kommentatoren mit den Spielernamen wie Friedri’k, S’weinsteiger & Co. abmühten. Die Freude über den eindeutigen deutschen Sieg war zumindest bei uns Deutschen richtig groß. (Florian Friedrich)

Danach haben wir uns mit ein paar anderen Jugendlichen das Fußballspiel England gegen Deutschland angeschaut, wovor ich eher Angst hatte, da manche Engländer sich in Bezug auf Deutsche ziemlich unhöflich verhalten. Die meisten waren aber nett und haben mir am Ende sogar zum deutschen Sieg gratuliert. (Ira Neuhaus)

Fazit

Ich bin froh, dass ich diesen Austausch gemacht habe, da ich dadurch mein Englisch verbessern konnte, ich die Chance hatte mir einen Beruf anzuschauen, der mich interessiert , und ich erfahren habe, wie es ist im Ausland zu arbeiten. Ich kann den Schüleraustausch nur jedem weiterempfehlen. (Ira Neuhaus)

Mir haben die sieben Tage in England viel Spaß gemacht. Ich habe viele tolle Menschen kennen gelernt und hoffe, sie vielleicht wieder besuchen zu können. (Jessica Köhler)

Alles in allem muss ich sagen, dass ich es mit meiner Praktikumsentscheidung gar nicht besser hätte treffen können. Und ich bin mir sicher, dass viele der dort entstandenen Kontakte noch lange erhalten bleiben und ich auf jeden Fall meine Austauschfamilie wieder sehen werde. (Eric Kruzycki)

Ich bin mehr als zufrieden mit dem Praktikum und würde fast behaupten, es war eine schönere Erfahrung als jeder „normale“ Urlaub. (Tobias Wayand)

Ich halte das Auslandspraktikum für das wohl gelungenste Projekt, an dem ich je teilnehmen durfte, da es eine Kombination aus Urlaub, Arbeit und Abenteuer war, es wurde nie langweilig und zu viel Stress hatte ich auch nicht. (Tom Russ)