Home
Um es gleich zu sagen – die Idee zu „TTT“ (Technik, Teams, Talente) ist nicht in Lampertheim entstanden, sondern beim Südhessischen Unternehmerverband in Darmstadt. Aber wir können für uns in Anspruch nehmen, dass wir diese Idee besonders erfolgreich umgesetzt haben. Nicht zuletzt aus diesem Grunde konnten wir in diesem Jahr den mit 3.000 € dotierten Innovationspreis des Verbandes entgegen nehmen.
Welche Idee ist es nun, die hinter TTT steht? Das lässt sich sehr einfach erklären: Kinder sollen möglichst früh an naturwissenschaftliches Denken und Arbeiten herangeführt werden.
In Lampertheim beginnen wir damit bereits in den Kindertagesstätten. Hierfür wurden in allen 14 Einrichtungen Forscherwerkstätten oder, in kleinerer Ausprägung, Forscherecken eingerichtet. Dort lernen die Kinder genauer zu beobachten, was um sie herum an staunenswerten Dingen passiert. Aber es geht auch schon über das Entdecken hinaus, weil die Ergebnisse aus kleinen Experimenten im sogenannten „Forscherrat“ auch besprochen werden. Kleine Teams müssen gebildet werden, Regeln vereinbart und gehalten werden usw. All das sind Fähigkeiten, die auch später gebraucht werden, wenn in den Grundschulen und weiterführenden Schulen Forscherwerkstätten mit umfangreicheren und schwierigeren Experimenten auf die Kinder warten und den Forschergeist herausfordern.
Das Besondere an Lampertheim ist, dass es hier gelungen ist, alle Kindertagesstätten, alle 5 Grundschulen und alle 4 weiterführenden Schulen in das „TTT-Netz“ einzubinden. Insgesamt sind wir damit 23 Einrichtungen. Das ist ein großer Erfolg, weil die Arbeit in einem so großen Netzwerk von den Erzieherinnen und Lehrkräften ausgeprägten Teamgeist erfordert.
Es reicht aber nicht aus, auf die Erfolge zurück zu blicken. Vielmehr muss das gemeinsame Projekt weiterentwickelt werden. Daher stehen gemeinsame Fortbildungen auf der Agenda, weitere Experimente werden erarbeitet, an Standardisierungen muss gearbeitet werden, die Übergänge sollen fließender gestaltet werden usw. Erfreulich an dieser Arbeit ist, dass sie freiwillig geleistet wird, ohne vorgegebene Lehrpläne. Erfreulich an der Arbeit ist auch, dass wir soviel Unterstützung von außen erhalten, z.B. durch Sponsoren, aber auch durch die Stadt Lampertheim und das Staatliche Schulamt Kreis Bergstraße. Dafür sei an dieser Stelle ein herzliches Danke gesagt.
Dr. Jürgen Haist
|