Europaschule

Seit 2012 gehört das Lessing-Gymnasium Lampertheim zum Kreis der 32 hessischen Europaschulen unterschiedlicher Schulformen. Diese besondere Auszeichnung und Förderung des Hessischen Kultusministeriums (HKM) erhalten Schulen, die neben Austauschprogrammen und interkulturellen Projekten auch eine Vorreiterrolle in der Unterrichts – und Schulentwicklung übernehmen. Alle fünf Jahre werden diese Schulen vom HKM erneut überprüft und zertifiziert.

Das Programm der hessischen Europaschulen umfasst 4 Dimensionen:

  1. Europäische Dimension und Interkulturelles Lernen

In diesem zentralen Bereich des Schulentwicklungsprogramms werden in erster Linie internationale Projekte gefördert, die häufig in bilateralen- und multinationalen Begegnungen sowie als In- und Auslandsfahrten organisiert sind. Wesentlich sind hier auch jene Vorhaben, die interkulturelles Lernen an den jeweiligen Schulen selbst fördern.

  1. Individualisiertes Lernen und Unterrichtsentwicklung

Internationale Begegnungen und Projekte erfordern insbesondere selbstorganisiertes Arbeiten, Recherchefertigkeiten, Präsentationstechniken und viele andere überfachliche Kompetenzen für Schülerinnen und Schüler. Raum ist in diesem Bereich auch für Methoden, die zur Innovation in der Unterrichtsentwicklung beitragen,also neue Ansätze auf diesem Gebiet darstellen.

  1. Schulmanagement und Qualitätssicherung
  2. Know-How-Transfer

Die Hessischen Europaschulen sorgen für eine öffentliche Darstellung ihrer europaschulbezogenen Aktivitäten mit dem Ziel einer Außen- und Innenwirkung.

Aus diesen 4 Bereichen stammen die zahlreichen Europaschulprojekte des Lessing-Gymnasiums Lampertheim, die von Lehrern, Schülern und Eltern eingereicht werden können und von der Schulkonferenz als Steuergruppe überprüft und genehmigt werden.

Verantwortlich für die Projektanträge, Projektevaluationen sowie die Finanzverwaltung und den jährlichen Sachbericht sowie den Entwicklungsbericht sind die beiden EuropaschulkoordinatorInnen Monika Hebbeker und Steffen Mußler.

Jedes Jahr finden zwischen 20 und 30 Europaschulprojekte am LGL statt, die mit einer Zuwendung iHv. 20 000  € vom Land Hessen finanziell unterstützt werden.

Bei den Projekten handelt es sich um altbewährte Projekte des Lessing-Gymnasium wie z.B. der Nordseefahrt, dem Betriebspraktikum in Birmingham oder dem Spanienaustausch mit Loja. Aber nach der Ernennung des LGL zur Europaschule sind auch neue Projekte entstanden wie z.B. das LGL-Kanucamp mit SchülerInnen der Europaschulen Alexander-von-Humboldt-Schule Viernheim und Goethe-Gymnasium Bensheim oder die Teilnahme interessierter Oberstufenschüler an einer Simulation des Europäischen Parlaments in Berlin. Neu im Programm ist auch der SV-Nachwuchs-Workshop oder die Unterstützung des „Erzählcafés“ im Rahmen des Trialogs der Kulturen.

Alle Projekte werden evaluiert und diese Kurzevaluationen werden ans HKM weitergeleitet. Zudem verfasst jedes Jahr ein Kollege/ eine Kollegin des LGL eine „Große Evaluation“ zu einem schulischen Schwerpunkt, die auf der Homepage der hessischen Europaschulen veröffentlicht wird (www.europaschulen.de) . Alternativ ist auch eine Peer-Evaluation mit einer anderen hessischen Europaschule möglich.

Daneben arbeiten alle Europaschulen an einem gemeinsamen Jahresthema, das für 16/17 und 17/18 „Europa in Bewegung“ lautet.

Verpflichtend für alle hessischen Europaschulen ist die Arbeit mit dem Portfolio der Hessischen Europaschulen und dem Sprachenportfolio. Verantwortlich hierfür zeichnet am LGL Sonja Kielmann.

Doch die Europaschularbeit des LGL geht über die Projektarbeit hinaus, da sich die

hessischen Europaschulen auch eigene Unterrichts- und Schulentwicklungsziele setzen, die wiederum in einem ausführlichen Jahresbericht evaluiert werden. Für das LGL bedeutet dies, die Entwicklungsziele der unterschiedlichen Schwerpunkte unter dem Dach der Europaschule zu verknüpfen.

Zudem hat das Lessing-Gymnasium die Möglichkeit, mit anderen hessischen Europaschulen zu kooperieren und Zugang zu besonderen Fortbildungen und Bildungsfahrten zu erhalten.